Luthando zeigt uns sein neues Zuhause

Willkommen in Luthandos neuer Bude – frei nach dem MTV-Motto: „Welcome to my crib!“ Seit diesem Schuljahr wohnt Luthando in einem etwas größeren Haus mit eigenem Zimmer. Weil das Internat der Dominican Convent School geschlossen wurde, mussten wir eine andere Bleibe für ihn finden, damit er nicht täglich mit diversen Sammeltaxis den langen Trip aus Soweto auf sich nehmen muss. Zum Glück haben wir etwas für ihn gefunden. Und zwar ein Zimmer, mit einem besonderen Benefit – welchen, erfahrt Ihr hier in Luthandos Video! (Untertitel bitte bei Bedarf einschalten)

Für Luthando waren die vergangenen Wochen eine ganz schöne Herausforderung. Auch Südafrika stemmt sich gegen das Corona-Virus – und zwar mit einer Ausgangssperre, die um ein vielfaches härter ist als das, was wir in Deutschland erlebt haben.

Niemand durfte sein Zuhause verlassen – nur zum Einkaufen und für unaufschiebbare Termine wie z.B. wichtige Arztbesuche. Kein Joggen, kein Gassi gehen, kein Verkauf von Alkohol und Zigaretten. Wer sich nicht dran hielt, musste mit einer Geld- oder sogar Gefängnisstrafe rechnen. Polizei und Soldaten haben den Lockdown rabiat überwacht. Es gab Misshandlungen und sogar Tote bei Polizeieinsätzen.

Für Luthando hieß das: keine Schule, wochenlang zuhause bleiben, lernen. Und große Unsicherheit, wie er uns gesagt hat: „Durch die Pandemie ist es für mich als Elftklässler sehr schwierig. Wir haben einen Haufen an Aufgaben und Arbeiten, die wir bekommen. Meist digital. Das ist gefühlt mehr, als wir im regulären Unterricht durch genommen hätten. Ich bin sehr beschäftigt mit dem Stoff. Vor allem bin ich aber besorgt, dass wir das Schuljahr nicht zu Ende bringen bzw. es wiederholen müssen. Im Moment sieht es nicht danach aus, als wenn wir bald wieder in die Schule könnten.“

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